Lehrlingslossprechung und Innungsfest 2017

 

 

 

Lossprechungsfeier der Elektro-Innung Düsseldorf

500 Gäste kamen um Gesellenbriefe zu feiern

Am Freitag, 10. März 2017, feierte die Elektro-Innung Düsseldorf traditionell das Ende der Lehrzeit und die erfolgreichen Prüfungen mit ihren Junggesellinnen und Junggesellen des Elektro-Handwerks in den Rheinterrassen Düsseldorf.

Düsseldorf - Gastredner der Veranstaltung waren in diesem Jahr Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf und Martin Giehl, Prokurist der Stadtwerke Düsseldorf AG und Projektleiter „Smart City“. Zum Innungsfest kamen dieses Jahr über 500 Gäste. Unter den Gästen waren auch Bürgermeister Friedrich G. Conzen, die SPD-Landtagsabgeordnete Marion Warden, der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek, Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert, Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide sowie in Vertretung für die Ministerpräsidentin Staatsekretär Dr. Wilhelm Scheffer.

Insgesamt haben 103 Lehrlinge des Elektro-Handwerks ihre Prüfung bestanden. Innungs-Obermeister Georg Eickholt tadelte in seiner Rede die Abwerbepraxis einiger Headhunter, die angesichts des Facharbeitermangels in den Betrieben Meister und Monteure abwerben würden. "Direkte Abwerbung ist kein Kavaliersdelikt und schadenersatzpflichtig“, mahnte Eickholt. Gleichzeitig forderte er die Junggesellinnen und Junggesellen auf, in ihrem Ausbildungsbetrieb zu bleiben. „Diese Betriebe haben in Eure Ausbildung investiert, um gute Mitarbeiter zu erhalten. Ich möchte nicht, dass diese Betriebe ihre Ausbildungsbereitschaft überdenken oder sogar einstellen", sagte Eickholt. Unter dem Handwerks-Nachwuchs seien auch viele Jugendliche mit Migrationshintergrund, die ersten Praktikanten aus Syrien seien in ein ordentliches Ausbildungsverhältnis übernommen worden. "Auch hier zeigt das Handwerk Flexibilität und eine herzliche Willkommenskultur. Das ist gelebte Integration", betonte Eickholt.

Angesichts des drohenden Fahrverbots für Dieselfahrzeuge in Düsseldorf wünschte sich Eickholt von der Politik ein ausreichendes Zeitfenster für den Fahrzeugtausch und spezielle Förderprogramme für Handwerkerfahrzeuge. "Die finanzielle Belastung bei einem kurzfristigen Austausch würde sich für viele Unternehmen existenzbedrohend auswirken", erklärte Eickholt.

Auch die wachsenden bürokratischen Auflagen waren Eickholt ein Dorn im Auge. So müsse jeder Betrieb bis 2018 einen Datenschutzbeauftragten einstellen. "Ich hoffe nicht, dass jeder Betrieb in der Zukunft einen Juristen einstellen muss", sagte Eickholt. Es wäre schön, wenn für jedes neue Gesetz ein vorhandenes wegfiele.

"Mit ihrem Gesellenbrief stehen Ihnen nun alle Möglichkeiten, Karriere zu machen, offen", sagte Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf. Die Ausbildung im Elektro-Handwerk sei eine der anspruchsvollsten. Auch wenn der Weg in der Ausbildung steinig gewesen sei, die Anstrengungen hätten sich gelohnt.

Martin Giehl, bei den Stadtwerken Düsseldorf Projektleiter für das Thema „Smart City“, sprach über die Chancen der Digitalisierung im urbanen Umfeld. Gerade aufgrund der Energiewende tue sich im Energiebereich viel. Und auch die Kommunikation findet immer mehr im Internet statt. Das Elektro-Handwerk sei der Partner für die Digitalisierung in der Smart City. Dies erfordere neue Kompetenzen und Herausforderungen. Mit ihrer Ausbildung seien die Gesellen aber hervorragend dafür aufgestellt.